Stralsunder Kanuwoche 2009

Am 20.06.09. fand bei der TSG Wismar die traditionelle Poelrundfahrt an.
Es   kamen   über   100   Kanuten   zu   diesem Treffen. Wegen des Windes wurde die Runde um die Insel mit dem Uhrzeigersinn zu umfahren. Die erste kleine Pause wurde also in Timmendorf eingelegt. Die 2. längere Pause wurde beim Strand vor Gollwitz gemacht.
Gut 200m Strand wurde von den anlandenden Boot in Beschlag genommen. Beim letzten Halt konnte man schon wieder die Werft von Wismar sehen. Jeder wusste nun wo das Ziel lag. Alle Paddel haben mehr oder weniger geschafft den Hafen von Wismar Wentorf erreicht. Abend gab es dann noch eine schöne lange Geburtstagsparty.
Und für die, die Samstag noch nicht genug gepaddelt  waren,  stand  die  Tour  nach Kirchdorf zum Fischbrötchenessen an.
Auf  der  Rückfahrt  war  die  Ostsee spiegelglatt!!

Nach dem wir vom Fischbrötchenessen wieder am Kanuclub in Wismar waren, hieß es für mich Sachen packen und mit dem Auto nach Stralsund. Dort sollte es mit dem Paddeln am Montag bei der Stralsunder Kanuwoche weitergehen.
Auf dem Programm stand eine Tour entlang der Kreidefelsen an, wenn das Wetter denn mitspielt. In Stralsund wurde ich nett empfangen. Wieder Zelt aufbauen. Mein Boot wurde noch am Abend auf den großen Hänger geladen. Am nächsten Morgen ging es für die Teilnehmer, fast 20 Paddler, los auf die Insel Rügen. Der Startpunkt war der Strand von Glowe. Im kleinen Hafen von Lohme wurde eine Rast eingelegt. Nachdem ein großer Brocken der Steilküste vor 3 Jahren abgebrochen war, konnten wir Kanuten auch endlich an den dann entstanden Strand anlegen.
Dann kam das Highlight des Tages, wenn nicht sogar der Woche, die Kreidefelsen.
Der Königsstuhl ist der höchste Aussichtspunkt der Kreidefelsen. Das Wetter ließ es zu das wir bis nach Saßnitz paddeln konnten, so durften wir die ganze Länge der Kreidefelsen erleben.

Am 2. Tag der Stralsunder Kanuwoche sollte die Tour  am anderen Ende der Scharbe, in Juliusruh, beginnen.  Gepaddelt wurde um Kap Arkona. Die Leuchttürme waren schon beim Einsteigen auszumachen. Bevor es ums Kap ging, wurde noch eine Pause bei dem kleinen Fischerdorf Vitt eingelegt.
Nach dem Fischbrötchen ging die Tour weiter. Direkt am Kap herrschten etwas schwierige Bedingungen. Durch den Wind kamen die Wellen von allen Seiten. Eine Kenterung ließ nicht lange auf sich warten und es sollte auch nicht die letzte gewesen sein. Zu allem Unglück brach auch noch ein Paddel. Aber bei allen Schwierigkeiten, die professionell gemeistert wurden, kamen alle heile am Strand von Nonnewitz an. Ein Bad in der noch recht kühlen Ostsee wagten dann aber doch noch so einige. Am Abend Stand als kultureller Höhepunkt eine Stadtführung mit Ferdinand von Schill an.

An diesem Tag sollte es mal nicht aufs offene Meer gehen. Das war bei dem immer stärker werdenden Wind auch gut so geplant. Es herrschte scharfer Wind aus Nord-Ost. So hatten wir auf dem Bodstedter Bodden von Pruchten bis Wieck, wo eine Rast eingelegt wurde, auch mit starken Seitenwind zu kämpfen. Weiter ging die Tour um den Nadelhaken, den Koppelstrom entlang. Durch Schilfinseln etwas vom Wind geschützt war das Tagesziel, der Hafen von Neuendorf, nicht mehr weit. Bei dem starken Wind konnten, während wir auf die anderen Fahrzeuge warteten, viele Kytsurfer beobachten. Als Abendprogramm stand der Film, „Die abenteuerliche Faltbootpaddeltour – 6 Stralsunder von Saßnitz nach Bornholm“ an.

Der Wind ließ an diesem Tag nicht nach und so standen wir am Strand bei Ahrenshoop und haben uns das Treiben auf dem Meer angeschaut und sind unverrichteter Dinge wieder gegangen. So kam Plan B zum Zuge. Eine nicht minder schöne Paddeltour vom Prerow entlang des gleichnamigen Stroms bis nach Zingst. Leider war es nicht nur sehr windig, sondern es fing auch noch an zu regnen und der starke Gegenwind kostete kurz vor der Pause nochmal viel Kraft. Während der Pause bei Swanhild im Garten, verkrochen wir uns unter dem Pavillon. Es gab Glühwein, Kaffee und Tee zum aufwärmen. Einige paddelten die gleiche Strecke wieder zurück, aber genauso viele hatten bei dem bescheidenen Wetter nicht mehr die rechte Lust zum Paddeln.

Freitag war mal ein paddelfreier Tag. Einige nutzten den Tag um die Stadt auf eigenen Faust zu erkunden. Auf dem Strelasund herrschte ein sehr heftiger Nord- Ost Wind. Die Wellen kämpften sich die Mole hoch. Lange saßen die Verantwortlichen für den Hiddenseemarathon zusammen und haben die wohl schwierigste aber einzig richte Entscheidung getroffen, den Marathon ausfallen zu lassen. Jeder bekam trotzdem die schon vorbereiteten Teilnehmermedaillen.

Auf eigene Faust trafen sich am Samstagmorgen einige Paddler und fuhren den Strelasund in Richtung Glewitzer Fähre. Der Wind hatte nur geringfügig nachgelassen. Bei der Hintour musste man sich bei teilweise starken Gegenwind jeden Meter hart erkämpfen, aber dafür surfte es sich auf der Rücktour umso besser.