Schwentine im Mai 2019

Nachdem sich die Anmeldeliste einmal komplett erneuert hatte, blieben letztendlich doch 7 Paddler übrig, die die Schwentine mit paddeln wollten. Die bange Frage war: „wird das Wetter mitspielen?“ Die Nächte waren mit kalt angesagt, außerdem windig und regnerisch. Aber- wenn Engel reisen, es war gar nicht so schlimm, das Wetter, bis auf den Wind, der wehte ganz schön. Und warm war es auch nicht wirklich.

Unsere Unterkunft gestalte sich etwas Jugendherberge-mäßig, mit 5 Erwachsenen nächtigten wir auf den etwas muffelig riechenden Judomatten im Tischtennisraum (Souterrain) des PTSV Preetz. Der Pächter hatte uns freundlicherweise den Raum zur Verfügung gestellt, es war warm, wenn auch die Luft , sagen wir mal, abgestanden war. Aber wir hatten Spaß miteinander. An den Abenden sind wir jeweils zu dem ansässigen Griechen zwecks Nahrungsaufnahme gegangen, ein feiner Spaziergang von ca. 30 Minuten pro Weg. Dieser Grieche ist sehr empfehlenswert! Ebenso der Kurpark von Preetz, wo im frischen Frühlingskleid die Bäume um die Wette grünen. Bei 16 Farben habe ich aufgehört zu zählen und dann dieser Duft in der Luft, großartig! Es ist wieder Paddelzeit!

Nun zu den Paddeltouren. Am Samstagmorgen luden wir alle Boote auf wenige Autos um und fuhren zu der angepeilten Einsatzstelle in Timmdorf und sind dann über den Behler See und Höftsee, wo wir eine kleine „Ehrenrunde“ drehten (böse Zungen würden sagen, wir hätten uns verfahren…) auf den großen Plöner See und fuhren zum Stadtsee, wo ein kleiner Hafen zur Mittagspause genutzt wurde. Die anschließende Fahrt, immer mit Gegenwind ging dann um die Prinzeninsel herum in den kleinen Plöner See. Hier gibt es einen Borstenpass, der viel Spaß machte zum herunterrutschen. Über den Lanker See erreichten wir dann das Clubgelände und ruhten uns vor dem Abendessen erst mal aus.

Am nächsten Morgen, nach einem Frühstück im Freien machten sich dann zwei Autos mit den Susannes und Rüdiger auf den Weg Richtung Kiel, wo das Auto beim Ellerbeker TSV abgestellt wurde. An der großen Brücke sollte der Aussatzpunkt sein. Gemütlich fuhren wir in Preetz los und erreichten schon recht bald den Rosenfelder See in Schwentinetal, wo eine ziemlich lange Umtragestrecke zu bewältigen ist. Glücklicherweise hatte alle den Bootswagen mit. Die Ausschilderung ist etwas suboptimal, es fehlten einige Hinweisschilder, aber letztendlich kamen wir zur Wiedereinstiegsstelle an der Oppendorfer Mühle, wo es etwas Strömung gibt. Das letzte Stück der Schwentine Richtung Kiel ist einfach grandios schön, so dass wir regelrecht trödelten, um die Tour zu genießen. Etliche Schildkröten (Europäische Sumpfschildkröten) haben wir gesehen, in unterschiedlichen Größen. Seit diese den Terrarien entflohen sind, fühlen sie sich an der Schwentine heimisch. Außerdem diverse seltene Vögel, u.a. See- und Fischadler, Eisvögel und Störche.

Nachdem wir ausgesetzt und die Boote verladen hatten, sind wir zurück nach Preetz gefahren (20 Minuten) und haben gepackt, bevor alle mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause gefahren sind.