Rerik – Hawaiian Sports Festival 2008

Am 2. Juniwochenende fand das Treffen der Outrigger- und Surfkikanuten in Rerik statt.  Da sich der Ratzeburger Kanuclub in diesem Jahr einen Outrigger Zweier angeschafft hat, wollten die Vereinsmitglieder Daniel Wullschleger und Ines Michaelsen das Boot auch mal auf der Ostsee fahren. Ein weiteres Vereinsmitglied, Torben Hass, hatte seinen Sufski mit dabei.
Bei einem Outrigger handelt es sich um ein Boot was man mit Stechpaddeln fortbewegt. Ein markantes optisches Merkmal ist der Ausleger auf der linken Seite. Ein Sufski ist ein offener Kajak. Er ist recht schmal und wird mit einem Doppelpaddel gefahren. Wie der Name des Festivals schon aussagt, kommen diese Boote aus der Karibik.
Bereits zum dritten Mal luden die Pioniere, dieser noch recht neuen Sportart in Deutschland, zum Wettpaddeln auf dem Salzhaff und Ostsee ein.
Die Paddler kamen aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland, z.B. Belgien und Schweden.
Es standen 2 Strecken zur Auswahl. Die Ratzeburger entschieden sich für die kürzere Distanz, die 15 km auf dem Salzhaff. Die längere Strecke, von gut 22 km, führte um die Halbinsel Wustrow herum. Bevor es am Nachmittag auf das Salzhaff ging, haben die Ratzeburger die noch verbleibende Zeit genutzt und sind mit den Booten auf die Ostsee raus gefahren.
Die Bedingungen auf der Ostsee sind schwieriger und mit dem auf der Seenplatte nicht zu vergleichen. Aber aufs Meer gehören solche Boote nun mal hin!! Kenterungen waren nicht zu vermeiden, aber dadurch dass diese Boote offen sind, ist das ein- bzw. aufsteigen, mit der richtigen Technik, nicht schwer.
Der Startschuss für beide Distanzen fiel um 15. 00 Uhr auf der Salzhaffseite von Rerik. Es waren ca. 60 Boote am Start. Die Kulisse war schon einmalig.
Torben Hass führte das Feld auf dem Salzhaffrundkurs lange Zeit an.
Einer Paddlerin musste er allerdings dann doch den Vortritt lassen.  Die letzte Wendeboje war wohl von der Halterung abgerissen und an Land getrieben. Er hielt sich den Rest der Strecke weit unter Land, paddelte dadurch eine längere Strecke und wurde eingeholt.
Der Outrigger Zweier kam  gute 10 min später als dasa Sufski ins Ziel.
Aber es ging hier nicht um Bestzeiten oder Podestplätze.
Der Spaß und die gesammelten Erfahrungen standen im Vordergrund. Und dafür hatte sich die kurzfristig Entschlossene Anreise allemal gelohnt.
Abends wurden noch die Sprintrennen, eine Strecke über 400 m, um  Seebrücke  Rerik ausgetragen. Diese spannenden Rennen waren der Abschluss eines schönen Tages an der Ostsee.