Pfingsten auf der Mecklenburgischen Kleinseeplatte

008Mit insgesamt 30 Personen fuhren wir eine Gepäckfahrt auf der Havel und den Havelseen. Bei strahlendem Sonnenschein und bestem Wetter meinte Petrus es meist gut mit uns. Insgesamt gestaltete sich die Wanderfahrt mit insgesamt ca. 50 km doch recht abwechslungsreich. Und auch als erfahrener Fahrtenleiter lernt man doch immer noch einiges hinzu, die Verarbeitung von gruppendynamischen Prozessen nicht zu vergessen…

Treffpunkt war am Freitag vor Pfingsten der Campingplatz des SV Union Wesenberg, der als einziger Zeltplatz des DKV auf der Mecklenburger Seenplatte ansässig ist. Er ist schön groß, die Räumlichkeiten sind prima und gute Einsatzmöglichkeiten gibt es auch. Man kann von hier praktisch in 3 Richtungen Touren unternehmen. Nachdem am Samstag alle Teilnehmer da waren, fuhren wir los. Zunächst ging es über den Wesenberger See, an der Havelmühle vorbei auf die Havel in Richtung Drewensee. An der alten Holzbrücke ist ein Fischer ansässig, der super leckeren Fisch verkauft. Die Schlange war entsprechend lang und die letzten mussten gut eine Stunde anstehen, bis sie dann endlich drankamen. Es war Pfingsten und tausende von Paddlern (gefühlt) unterwegs.Machte aber nichts, da sich die Gruppe jetzt schon auseinanderzog. Wir fuhren dann weiter über den Priepertsee, den Ellbogensee, den Pälitzsee und den Canower See zu unserem ersten Campingplatz. Die ersten, die ankamen fanden heraus, dass wir als Gruppe, obwohl angemeldet, nicht gelistet waren. Doch wie sich nach einigen Kilometern Irrfahrt herausstellte, waren wir doch angemeldet, allerdings über eine Agentur, die unsere Anmeldung nicht dem Pächter gemeldet hatte. Der Campingplatz ist sehr groß und es war ein weiter Weg bis zu den sanitären Anlagen. Am nächsten Morgen gab es einen grandiosen Sonnenaufgang mit herrlichem Nebel, da lohnte sich das frühe Aufstehen. Leider waren mehrere Mitglieder der Gruppe so müde und ausgepowert, dass sie beschlossen, die folgende Tour abzukürzen, sie nahmen den direkten Weg und fuhren schon mal zum Gobenowsee, wo der nächste Campingplatz bestellt war. Der Rest der Truppe fuhr über den Labussee und die Fleether Mühle zum Rätzsee. An der Fleether Mühle muss man umtragen, wir machten da Rast, es gibt dort eine sehr schönen neuen Wasserwanderrastplatz und das Wehr wird zurückgebaut. Bin gespannt, wie es im kommenden Jahr sein wird. Es gabe noch eine weitere Umtragestelle, am Wustrower auf den Klenzsee, hier muss man über die Straße und die mitgebrachten Bootswagen hatten viel zu tun.

055Die weitere Fahrt ging dann über den wunderschönen Rätzsee und die Drosedower Bek in den Gobenowsee. Die Drosedower Bek ist verwunschen und viele Vögel sangen im Schilf. Nachdem das Zelt aufgebaut und der mitgebrachte Eintopf verzehrt war wurde sich am Lagerfeuer versammelt und gesungen und erzählt. Bei einer kleinen spontanen Nachtfahrt zurück in die Drosedower Bek versuchten wir noch mal ein paar Biber zu sehen (Biberschleichfahrt), aber leider ließ sich keiner blicken. Nachdem die Abfahrtszeit am nächsten Morgen geklärt war, begaben sich alle zur Ruhe. Eine Familie beschloss, die Schlussrunde nicht mehr mitzumachen und fuhr mit dem Taxi zurück nach Wesenberg, der Rest startete zur letzten Etappe, wo wir über den Plätlinsee in die Schwaanhavel einfuhren, dem Höhepunkt der Reise. Es war gut, dass wir beschlossen, dieses schöne Stück Natur ans Ende der Fahrt zu legen, weil es nicht ganz so voll mehr war und man die Fahrt genießen konnte. Tief hängende Äste, enge Kurven und Stille belohnten uns. Am Ende der Schwaanhavel war dann nur noch mal eine Schleuse zu passieren, bevor wir wieder auf dem Wesenberger See ankamen und den Campingplatz, wo unsere Autos warteten , ansteuerten. Nachdem gepackt war, fuhren alle wieder nach Hause. Auch diese Tour war sehr schön und das Wetter spielte auch mit.

Im kommenden Jahr werden wir zu Pfingsten voraussichtlich aber mal woanders hinfahren, angedacht ist die Schlei und dann mit Standquartier.