Maientöne an der Wakenitz

Ende April erwartet man als Paddler im Allgemeinen vernünftiges Wetter, so waren wir guter Dinge und der Wetterbericht verhieß auch keinen Regen. Leider irrte sich der Wettergott, es nieselte die ganze Zeit vor sich hin und ein Wind, auf der Hintour von vorn, ärgerte die Gruppe, die sich zur Tour „Wakenitz“ von Rothenhusen bis Lübeck zusammen gefunden hatte. Die Camper in Rothenhusen (Ulf und die Jugendgruppe) sollte noch zu uns stoßen, sie zogen es aber vor, zurück über den Ratzeburger See zu fahren. Wir starteten nach unproblematischem Einsetzen der Boote und kamen ganz gut voran. Leider wurde der Regen immer heftiger und die Kälte trug auch nicht zur besseren Laune bei. Leider waren auch die angepeilten Raststätten nicht für uns verfügbar, alles ausgebucht.
Kurz vor Lübeck sahen wir dann, dass im Segelclub an der Wakenitz Licht brannte und es sah nach einem Lokal aus. Durch kurze Nachfrage erfuhren wir, ja- es gibt Platz, ja- es ist warm (hurra!) und etwas zu essen konnte man auch bestellen. Das war richtig gut, genau zur richtigen Zeit. Dass es nur 2 Gerichte zur Auswahl gab, Currywurst mit Pommes und Sauerfleisch oder Matjes mit Bratkartoffeln, störte uns nicht im Geringsten. Sitzen, warm, trocken, super!
Auf der Rücktour, wir sind dann nicht nach Lübeck weitergefahren, es reichte auch so mit der Entfernung. Aber, oh Wunder, der Wind hatte sich gelegt, der Regen aufgehört und zaghaft kam die Sonne raus. Wenigstens war es nicht mehr so fies kalt, und zwei Damen im Zweier stimmten Maienlieder an, und weitere Stimmen fielen ein. Das war schön. Wir sind dann noch an einem Adler vorbeigepaddelt, der ruhig in ca. 50 m Entfernung auf dem Baum sitzen blieb. Das ist auch nicht so häufig.
Die Tour endete dann nach 20 km, reichte auch für den Saisonauftakt, und wird in guter Erinnerung bleiben.