Loiter Au/Füsinger Au und Schlei

Loiter Au/Füsinger Au und Schlei, eine erholsame Fahrt auf einem kleinen Wanderflüsschen

Am Freitag fuhren wir los in Richtung Schleswig, wo wir via Internet eine kleine Ferienwohnung gebucht hatten (40 € die Nacht einschl. Frühstück für 2 Personen…). Dann ging es nach dem Frühstück los in Richtung Loit, einem kleinen Dörfchen, nördlich (ca. 20 km) von Schleswig an der B 201 gelegen, wo sich die ideale Einsatzstelle lt. „Jübermann-Atlas“ befand. Mit dem Dorf Loit verbinde ich eine Menge Erinnerungen an meine Kindheit, meine Oma wohnte hier auf einem Bauernhof und als Kinder haben wir oft an der Au gespielt. Die Einsetzstelle ist zwar steil, aber gut begehbar und einen großen Parkplatz gibt es auch.

Die Loiter Au ist schmal, sehr ruhig und flach, zwischendurch immer wieder kleine Schwälle und das Ufer ändert ständig zwischen Reet, Wiesen, Pappelbestand, Wäldchen und Wiesen so dass es nicht langweilig ist. Durch die leichte Strömung kommt man gut voran. Mit unserem Zweier gab es öfter Grundberührungen, unter den zahlreichen Brücken ist steiniger und flacher Grund. Wahrscheinlich ist das zeitige Frühjahr die beste Zeit, dort zu paddeln. In Höhe des Dörfchens Taarstedt gibt es eine gute Rastmöglichkeit mit einem WW-rastplatz, ziemlich genau auf der Hälfte der Stecke. Einige Kilometer stromabwärts ändert die Au den Namen, sie heißt jetzt Füsinger Au und wird breiter und tiefer, der Uferbewuchs ändert sich und lässt einen wunderschönen weitläufigen Blick auf Felder und Wiesen mit Kühen zu. Bei der Brücke in Schaalby gibt es eine weitere gute Anlegestelle. Bis zur Schlei sind es jetzt nur noch wenige Kilometer, hier kann man nicht direkt anlegen, sondern muss entweder Richtung Schleswig, z.B. zum Schleswiger Kanu-Club „Haithabu“ fahren oder bis nach Füsing zum Strand. Hier kann man bequem aussteigen und auch im nahegelegenen Gasthaus eine Kleinigkeit zu sich nehmen. Wir sind dann aber doch nach Schleswig gefahren und haben das Auto mit dem Taxi aus Loit zurück geholt.
Die Strecke ist völlig problemlos, auch für Kinder und Anfänger zu paddeln und ist ca. 16 km lang ( + 4 Km auf der Schlei oder 1 km bis nach Füsing).

Am Sonntag fuhren wir zeitig los, denn der Wetterbericht versprach Starkregen, Sturm und Gewitter ab Mittags. Am Morgen, bei allerschönstem Sonnenschein, Windstille fuhren wir los in Richtung Holm und haben uns den Dom, die Altstadt und die Marinas von der Wasserseite aus angesehen. Nachdem wir die „kleine Breite“ durchquert hatten, sind wir in das Haddebyer Noor eingefahren, wo auch das Wikinger-Museum sich befindet. Wir sind aber noch weiter durch die Brücke auf das Selker Noor gepaddelt und genossen dort die ruhige, hügelige Landschaft. Nach der Umrundung der Noore fuhren wir wieder auf die Schlei hinaus, wo der Wind merklich aufgefrischt hatte und die Wellen auf einmal doch recht hoch waren. Leider fuhren wir ohne Spitzdecken, die waren zwar mit, aber nicht erreichbar, so dass wir erleben konnten, dass es sich um „Wassersport“ handelt. Die Wellen schwappten ab und zu ins Boot, so dass wir doch kreuzen mussten, um nicht zu viel Wasser zu laden. Das Ende der Fahrt war toll, durch die gleichmäßigen Wellen von hinten konnten wir den Rest „surfen“ und kamen mit großer Geschwindigkeit voran. Das Anlegen bei den Schleswiger Paddelkollegen war wieder unkompliziert und wir kamen rechtzeitig vor dem jetzt losbrechenden Gewitter trocken und mit gut verpacktem Boot wieder auf die Rückreise.
Hat Spaß gemacht