Kanuwildwasser in der Schweiz

Am 11.07.2004 in der Früh machten sich 11 Jugendliche aus den Polomannschaften und ihre Betreuer des Ratzeburger Kanuclubs auf den Weg in die Schweiz nach Baden. In den nächsten Tagen sollten die Kanuten das Erlebnis Wildwasserfahren kennen lernen. Ausser ein oder zwei Ausnahmen hatte kaum einer Erfahrung auf diesem Gebiet. Durch einen Urschweizer, den es vor über 10 Jahren nach Deutschland zog, wurde die Tour bestens organisiert. Da er immer noch viele Kontakte zur Schweiz pflegt.
Als Unterkunft war das Pfadiheim in Baden für uns reserviert. Das Pfadiheim ist rustikal und zweckmäßig ausgestattet. Genau das richtige für Kanuten. Boote, Paddel, Schwimmwesten und Helme konnten bereits am nächsten Tag in Empfang genommen werden. Und so ging es auch gleich aufs Wasser. Die ersten Erfahrungen mit stärkerer Strömung und Wellen wurden auf der Limmat gemacht. Der Fluss führt direkt durch Baden und ist vom dortigen Bootshaus aus gut zu Fuss zu erreichen.
Etwas Vergleichbares im Norden von Deutschland ist z.B. nur der Oker im Harz. In der Schweiz hat man eine Vielzahl von Flüssen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden zur Auswahl. In den nächsten Tagen ging es unter anderen auf die Reuss und auf die Grosse Emme. Wobei die Grosse Emme für viele eine Herausforderung war. Bei niedrig Wasser ist es ein technisch anspruchsvoller Fluss. Aber es sind immer alle heil ans Ziel gekommen. Teamgeist bei der Hilfe von Gekenterten war selbstverständlich.
Es wurden auch Touren auf dem Voderderrhein, der Muota und der Engelberger A unternommen. Und auch Landschaftlich ist die Schweiz sehr beeindruckend. Die hohen Berge, die Täler und Schluchten sind gerade für uns „Flachlandtiroler“ faszinierend. Für die meisten wird es sicherlich ein unvergessliches Erlebnis gewesen sein. Vielleicht hat der ein oder andere die Möglichkeit seine Fähigkeiten im Wildwasser in Zukunft noch auszubauen.