Himmelfahrtstour 2015 entlang von Usedom auf der Ostsee und Achterwasser

Daniel und ich machten uns auf den Weg nach Wolgast zum Startpunkt für unsere diesjährige Himmelfahrtstour. Beim ansässigen Kanuverein wurden wir bereits erwartet.

Am nächsten Tag starten wir auf dem Peenestrom in Richtung Norden. Die markante Hubbrücke von Wolgast lassen wir schnell hinter uns. Wir nehmen die ruhige Strecke entlang der „Alten Peene“ im Schutz des Schilfgürtels. Viele Graureiher konnten wir in diesem Bereich beobachten. Peenmünde ist nicht zu verfehlen, unübersehbar sind die Gebäudekomplexe des damaligen Militärversuchsgeländes für die V2.
Bevor es raus auf die Ostsee geht, machen wir noch eine Rast in der Nähe des Nordhafens. Die Sonne schiebt immer mehr die vielen Wolken beiseite.
Wegen des Sperrgebietes muss man um den Peenemünder Haken einen großen Bogen fahren. Es war zwischen zeitig nicht ganz einfach sich anhand der verschiedenen Seezeichen auf dem Wasser zu orientieren. Aber zusammen haben wir den richtigen Kurs eingeschlagen. Zur nord- westlichen Seite konnten wir die Insel Rügen mit den Kreisefelsen ausmachen. Vor uns lag die Insel Ruden mit den markanten Backsteinturm. Die Greifswalder Oie war ebenfalls auf hoher See zu erkennen. Ein schönes Fotomotiv war der Leuchtturm vor dem Peenemünder Haken.
Der Zeltplatz in Karlshagen ist unser Tagesziel. Diesen zu finden war gar nicht so einfach, denn hinter den hohen Tannen ist von Wohnwagen nichts zu erkennen. Nachdem ich in der Ostsee ein kurzes Bad genommen hatte, machen wir uns daran die Boote über den feinen Sandstrand zu ziehen. Was nicht gerade einfach ist. Wir finden ein sonnigen Plätzchen auf dem Campingplatz. Den Abend lassen wir mit einem Strandsparziergang ausklingen.

Am nächsten Morgen ging es zunächst wieder auf die Ostsee weiter die Küste von Usedom entlang an Zinnowitz vorbei. Die Seebrücke von Koserow war schon auszumachen, aber soweit wollten wir gar nicht. Wir wollten die schmalste Stelle der Insel bei Zempin nutzen, um auf das Achterwasser umzusetzen. Den Ausstiegspunkt haben wir mit Glück auf Anhieb gefunden. Aber das Umtragen war wieder ein schweres Unterfangen. Jeden Meter den man sein Boot tragen muss, ist einer zu viel. Aber schließlich sind wir beim „Kanu-wandern“. Doch endlich sind wir auf dem Achterwasser!
Der nächste Pausenpunkt ist die Ostschaft Ückeritz. Im Supermarkt werden noch ein paar Lebensmittel eingekauft. Endlich scheint für uns die Sonne mal etwas länger und wir genießen im netten Cafe am Hafen noch ein Käffchen. Auch wenn der Nachmittag schon fortgeschritten ist, wollen wir unseren angepeilten Übernachtungsplatz erreichen.
In der nähe der Ostschaft Balm machen wir eine Liegewiese aus. Hier ist ein schöner Strand zum Anlegen sowie Sitzgarnituren und eine Feuerstelle. Der Abend klingt am wärmenden Lagerfeuer und sternenklaren Himmel aus.

Am nächsten Tag verlassen wir die Insel Usedom. Der Wind hat aus West stark zugenommen. Das heisst für uns Gegenwind! Gut das unser Tagesziel, der Natur-campingplatz in Lassan, ist nicht ganz so weit entfernt ist. Da wir bereits zeitig unser Lager aufgeschlagen haben, nutzen wir die Gelegenheit und unternehmen einen Gang zum Hafen von Lassan und genießen in einem Veganen Cafe Kuchen & Kaffee. Auch die Nähere Umgebung des Campingplatz wird erkundet. Es ist frisch geworden. Das warme Abendessen tut gut. Aber zum späterer Stunde kehren wir doch noch in die Gaststätte des Zeltplatzes ein. Irgendwie müssen wir auf den Camping-platzbetreiber einen „armseligen“ Eindruck gemacht haben, denn wir bekommen Decken für die Nacht. Diese nehmen wir dankend an.

Der letzte Tag führt und wieder zurück nach Wolgast. Auch hier ist die Strecke nicht all zu lang, aber dafür weht für uns wieder der Wind heftig von vorne entgegen. Jeder Meter ist hart erkämpft!
Im kleinen Fischereihafen von Negemark können wir dem Wind entschwinden und genießen eine Pause in der Sonne. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Ziel. Die Peenewerft ist bereits auszumachen. Durch einen Richtungswechsel des Peneestroms, können wir nun endlich im windgeschützten Bereich fahren.
Wir nehmen noch einen kleinen Umweg durch den Museumshafen von Wolgast, bevor wir unsere Rundtour am Kanuverein beenden.