Herbstwochenende auf den Ruppiner Gewässern

Zur Herbsttour 2017 am 1. Novemberwochenende verschlug es ein paar Ratzeburger Kanuten und Gäste nach Neuruppin zum dortigen Ruder Club. Um diese Jahreszeit bietet der Sportverein ausreichend gute feste Unterkünfte. Die Anreise am Freitag verläuft entspannt. Die Gastfreundschaft ist herzlich und zuvorkommend. Den Abend verbringen wir in aller Ruhe bei gutem zünftigen mitgebrachten Essen. Ein Dank geht an Susanne für den Kartoffelsalat, an Karin für die Buletten und an Helge für den geräucherten Fisch. Es war alles sehr lecker!

Der Samstag beginnt mit einem wunderschönen Sonnenaufgang. Vom geräumigen Aufenthaltsraum hat man einen herrlichen Blick über den Neuruppiner See. Die Sonne sollte für diesen Tag unser ständiger Begleiter bleiben! Pünktlich 10.00 Uhr sitzen wir in unseren Booten und schlagen wie geplant die nördliche Richtung ein. Die Ruppiner Gewässer ziehen sich gute 20 km in Nord- Süd Ausrichtung entlang und erinnern eher an einen Fluss. Die schmalen Seen reihen sich wie eine Perlenkette aneinander. Wir haben Neuruppin als Startpunkt gewählt, weil die Stadt mittig dieser schönen Seenlandschaft liegt.

Gleich nach dem Ablegen kommt auch schon die mit 2 hohen Türmen stattliche Klosterkirche St. Trinitatis zum Vorschein. Wir paddeln entlang des rechten Ufers und lassen die Stadt hinter uns. Bald nähern wir uns der Ortschaft Alt Ruppin. Der See wird recht schmal und wir schlängeln uns an vielen Kleingärten vorbei. Die Schleuse Neumühle passieren wir recht zügig. Um diese Jahreszeit ist nicht viel los an Bootsverkehr. Ca. 3 Meter werden wir nun mit wildem Rauschen angehoben. Raus aus der Schleuse kommen uns andere Paddler entgegen. Kurzer Gruß und weiter geht es.

Wir passieren den Molchowsee, Tetzensee und gelangen zum Tagesziel den Zermützelsee.

Am Campingplatz, der bereits im Winterschlaf dar liegt, legen wir an und picknicken. Die Reste des Abendessen werden vertilgt. Wir unternehmen noch einen Abstecher zum Tornowsee und werden auch hier mit dem sogenannten „Indian- Summer“ belohnt. Die Bäume am Ufer bilden immer wieder ein schönes vielseitiges Farbenspiel.

Dann drehen wir um und treten die Rückfahrt an. An der Schleuse wartet man schon auf uns. Durch Alt Ruppin nehmen wir nun eine andere sehr idyllische schmale Wasserstraße. Glücklich und zufrieden legen wir bei Neuruppiner Ruder Club an. Zunächst freuen wir uns alle auf den selbstgebackenen Kuchen und den Kaffee. Ein Dank hierfür geht an Dorit und Susanne. Rezepte wurden im Anschluss ausgetauscht.

Abends wird die Suche nach einem Restaurant etwas erschwert, aber so lernen wir noch ein bisschen die Stadt kennen. Über den Martinimarkt schlendern wir auch, aber in eines der aktionsreichen Fahrgastgeschäfte trauen wir uns dann doch nicht, aber die Mandeln schmeckten sehr lecker!

Am nächsten Morgen lässt sich noch kurz die Sonne blicken und motiviert uns die Fahrt wie geplant in Richtung Süden anzutreten. Unser Tagesziel ist die Ortschaft Wustrau. Bis dahin schlängelt sich der Ruppiner See in 10 km Länge. Wir kommen immer mal wieder an kleinen Ortschaften und Wochenendhäusern vorbei. „Klärchen“ lässt sich zwischendurch nur kurz blicken, ansonsten herrscht der klassische triste November. Die Pause fällt kurz aus, weil es jetzt anfängt zu regnen. Im Boot ist es dann doch immer noch am gemütlichsten. Zurück in Neuruppin hört es auf zu regnen und wir können im trockenen die Boote verladen. Bevor wir uns auf den Heimweg machen, sitzen wir natürlich noch bei Kaffee und Kuchen zusammen. Der muss ja schließlich auch noch weg. Und wieder haben wir ein schöne neue Seenlandschaft kennengelernt!