Herbstpaddeltour 2018 nach Friedrichsstadt

Mit einer kleinen Gruppe von fünf Personen fuhren wir am 1. Novemberwochenende nach Friedrichsstadt, es goß leider wie aus Kübeln, so dass alle froh waren, dass Daniel uns sicher ans Zeil gebracht hatte. Untergebracht waren wir beim dänischen Ruderclub, Ejder Viking Sydsleswig bei dem wir uns noch mal herzlich bedanken möchten.. Man empfing uns mit einer Hausführung in einem wunderbar geheiztem Raum. Schnell räumten wir die Möbel um und schufen das Schlaflager (Luftmatrazenlager) und einen Essbereich. Nachdem alle Lebensmittel und die vorbereiteten Speisen in der Küche waren, haben wir auch erst mal gegessen. Und uns dann bald zur Ruh begeben…

Niemand schnarchte und das nächtliche Aufsuchen der Sanitärräume hielt sich auch in Grenzen, so waren wir morgens frisch ausgeruht. Nach ausgiebigem Frühstück, die Brötchen mussten wir im Ort holen, packten wir dann für die erste Paddeltour auf der Treene, stromaufwärts, was kein Problem ist, da die Treene keine Strömung hat. Bevor wir auf den Wiesenfluss einfuhren, paddelten wir noch durch die von Holländern im 17. Jhd. angelegten Grachten und Kanäle, es ist sehr sehenswert und nett anzusehen, dieses kleine Städtchen. Im Sommer wimmelt es hier von Touristen, aber auch das Novemberwochen-ende war gut ausgebucht in den Hotels, wie wir später erfuhren. Allerdings waren die Ausflugsboote alle schon im Winterschlaf.

Nach ca. 20 km, umgekehrt sind wir in Schwabstedt, wo wir beim Angelverein Rast machten und die Brötchen zum zweiten Frühstück genossen, sind wir dann wieder beim Ruderclub angekommen und haben uns erst mal aufgewärmt. Anschließend gingen wir dann in die vorher gebuchte Sauna in einem ortansässigen Hotel, leider war die recht voll, weil auch alle Hotelgäste die gleiche Idee hatten. Das anschließende Suchen nach einem Lokal war schwieriger als gedacht, da wirklich fast überall voll war. Schließlich fanden wir ein nettes Lokal und haben hervorragend gespeist, bevor es dann zurück zu Kaffee, Rot- und Weißwein und Paddlergeschichten erzählen zurück in die Unterkunft ging.

Am nächsten Tag entschieden wir uns, doch erst die Unterkunft zu räumen, bevor wir dann zur Paddeltour aufbrachen. Da wir sowieso fahren mussten, wir wollten auf die Eider, packten alle mit an und innerhalb einer halben Stunde war alles fertig. Auf dem Weg zur Eider fuhren wir über ein kleine Au, und spontan dachten wir: „das ist aber schick hier, lass uns doch statt der großen Eider diesen kleinen Fluss paddeln“. Nach Konsultation des Jübermann Wasserwanderatlas fanden wir eine Einsatzstelle, die etwas suboptimal war, wahrscheinlich war, außer Herrn Jübermann hier noch nie jemand eingestiegen…Sind aber mit List und Tücke eingestiegen und später auch ohne Bruch und Badeeinheit wieder herausgekommen. Logistik ist alles!

Das kleine Flüsslein Broklandsau sind wir dann einmal gegen die Strömung ca. 6 km gepaddelt und dann noch mal in die andere Richtung bis zum Wehr, wo der Fluss in die Eider mündet. Lt. Karte sollte da ein Wasserwander rastplatz sein, war aber leider nicht, aussetzen war auch nicht einfach, aber manchmal MUSS man/frau auch mal raus aus dem Boot. Wo ein Wille, da auch ein Gebüsch…

Nachdem wir später wieder an der Einsatzstelle angekommen waren, wurden die Boote verpackt und jeder freute sich auf die Heizung im Wagen, es war richtig frisch geworden. An der nächsten Tankstelle haben wir uns dann erst mal einen heißen Kaffee geleistet, bevor wir wieder nach Hause fuhren.