Erste Verbandsfahrt des RKC

Die improvisierte Tag der Deutschen Einheit Tour

Dank vielen flexiblen Helfern, kann man feststellen, Einstand geglückt, dabei waren doch viele Hindernisse im Weg. Nachdem die Erlaubnisse eingeholt und der Termin im Sportprogramm ausgelobt war, kamen die Anmeldungen so langsam herein. Bis zu dem Moment, wo wir mit bekamen, dass die Tour so wie geplant, gar nicht stattfinden kann, da der Schaalseekanal wegen Wartungs-, Neubau-, und dringenden Reparaturarbeiten ab dem 3. September bis Jahresende gesperrt sein wird. Schade, dachten wir und sagten erst mal die Tour schweren Herzens ab.

Alternativ wollten wir aber am Tag der Deutschen Einheit paddeln und Marcus und ich überlegten, welche Route man denn da so machen könnte. Uns kam die geniale Idee, wir paddeln von Salem aus den Schaalseekanal und den Schaalsee, die Erlaubnisse hatten wir ja, und bis Groß Zecher und wieder zurück. Gesagt, getan. Nachdem ich einige Telefonate und emails erledigt hatte, war es möglich, diese Fahrt DOCH als Verbandsfahrt stattfinden zu lassen und allen Anmeldungen, die dann noch reichlich kamen, zuzusagen mit dem Hinweis auf die geänderte Strecke, was für niemanden ein Problem darstellte. Allerdings gab es da das Problem mit den beschränkten Bootsplätzen, welches aber so gelöst wurde, dass die 11er mit den Vereinskollegen belegt wurden, zwei Steuerleute fanden sich auch (Marcus und Anton)und Frank erklärte sich netterweise bereit, den Trailer zu fahren.

Gertud merkte noch an, dass wohl zu wenig Kuchen da wäre, also hat Karin am Vortag noch netterweise Kuchen eingekauft und ein Blech Kuchen für den Donnerstag bestellt. Kaffee war auch eingekauft und die Gäste aus Hamburg, Itzehoe, Bad Oldesloe, Schwerin, Geesthacht, Oldenburg und anderen Landesteilen reisten pünktlich an. Eine Wagenburg aus den Wohnwagen wurde von Dieter professionell, wie immer, arrangiert und alle freuten sich bei schönem Wetter auf den Paddelausflug.

Nach kurzem Treffen und der Anmeldezeremonie am Donnerstag um 9:00 Uhr fuhren wir nach Salem, wo wir alle umsonst parken durften und setzten dort ein. Als geschlossener Verband fuhren wir gegen den Wind, der ständig mit 4 Bf. wehte auf den Salemer See, den Pfuhlsee und schließlich auf den Schaalsee hinaus. Große Welle und das Paddeln war besonders im 11er recht mühsam, zumal die Besetzung nicht ideal war. Außerdem gab es ein kleines Kommunikationsproblem, so dass wir nach Groß Zecher Hafen fuhren, statt wie geplant nach Groß Zecher, Kutscherscheune. Machte aber nichts, wir kehrten einfach um und umrundeten den Werder, um zur Kutscherscheune zu kommen, die eine heiße (übrigens sehr leckere Suppe), Brot und Kaffee für uns vorbereitet hatten. Der Hafen von Groß Zecher ist aber auch sehr schön anzusehen mit den vielen Reetdachhäuschen, es wurde zwar wegen des „Umwegs“ ein wenig gemeckert, aber die meisten fanden es schön, noch ein bisschen mehr vom Schaalsee und seinen Buchten zu sehen. Erschöpft aber doch einigermaßen zufrieden kehrten wir dann nach ca. einer Stunde um und fuhren auf direktem Wege wieder Richtung Salem. Die obligatorische Adlersichtung gab es auch, allerdings keine Flugshow wie sonst, aber zumindest ließ er sich blicken…Am Pfuhlsee vermissten wir einige Paddler, nach kurzer Recherche fanden wir heraus, dass ein Kollege gekentert war, inzwischen war der Wind zwar von hinten, hatte aber noch aufgefrischt, so dass die Seitenwelle beim Kreuzen recht ordentlich war. Dank der professionellen Hilfe von Marcus und einem Paddelkollegen aus Oldenburg (danke Claas!) wurde dem Kollegen geholfen und die Tour konnte mit etwas Verspätung weitergehen. In Salem booteten wir aus, verluden die Boote, fuhren heimwärts und anschließend stärkten wir uns am von Gertrud (danke, liebe Gertrud) vorbereiteten Kuchenbüffet.

Wir waren wir uns einig: „das war eine schöne Tour!“ und die Überlegung, es im nächsten Jahr mit Variation evtl. ähnlich zu machen war geboren, allerdings mit einigen Optimierungsaspekten.

Ich möchte mich bei allen fleißigen Helfern bedanken.