Elbe-Este Verbandsfahrt 2017

Die erste Frage lautete: „Wie wird das Wetter?“, die zweite: „Wird der Sturm sich noch legen?“. Um es kurz zu machen, das Wetter war bestenfalls suboptimal zu nennen. Einige kräftige Schauer hatten wir bereits auf dem Weg zum Ring der Einzelfahrer nach Blankenese mitgenommen und wir ahnten, dass es kein sonniger, windstiller Tag werden würde.

Die Teilnehmerzahl beim RdE hatte sich auf ein Drittel minimiert, aber immerhin 15 Unentwegte, u.a. auch die „harten Jungs und Mädels“ vom RKC beschlossen, die Fahrt zu wagen. Die größte Schwierigkeit ist, auch bei ruhigem Wetter, die Querung der Elbe, weil es viel Längs- und Querwellen gibt, die dann tidebedingt auch noch berücksichtigt werden müssen. Und Berufs- und Freizeitschifffahrt gibt es auch jede Menge. Ca. 500 m breit ist die Elbe vor dem Este-Sperrwerk.

Bei Windstärke 5 sind wir dann losgefahren, die Wellen waren beeindruckend, aber alle hatten es schließlich über die Elbe bis zum Sperrwerk geschafft, wenn auch die Kräfte gefordert waren. Die Este selbst zu fahren war ein Kinderspiel, es blühten einzelne Apfelbäume, zumindest die (noch), die der Frost nicht abgefroren hatte. In Buxtehude war dann erst mal Rast angesagt, wir mussten ca. 1,5 Stunden dort auf die Tidenumkehr warten, und es war kalt. Die durchgeschwitzten Sachen wurden klamm und der Wind frischt immer mehr auf. Netterweise konnte man beim Segelclub, wo Rast war sich in die warme (na ja) Stube begeben. Kaffee gab es an der Tankstelle, nicht weit entfernt.

Nach kurzer Rückschau auf vorhandene Wetter-Apps, stellen wir fest, dass der Wind weiter auffrischen würde, in Böen bis 10 Bft., sonst 6-7 Bft. Zusammen mit ablaufender Tide und dem aus westlicher Richtung kommenden Wind, waren die Wellen der Elbe noch höher als auf der Hinfahrt zu erwarten. Einige Paddler entschieden sich dann, u.a. auch 3 Paddler von uns, dass die Rückfahrt zu risikoreich ist und brachen die Tour ab. Wir mussten dann zu Fuß, per S-Bahn, Bus, Taxi und wieder zu Fuß erst mal zurück zum RdE. (Später sagte man uns, wir hätten ja auch mit der Fähre Cranz fahren können aber das wussten wir bis dahin noch nicht). Nach ca. 2 Stunden waren dann die Fahrer bei den Autos und begaben sich zurück nach Buxtehude, die anderen, frierenden Kollegen einzusammeln. Der Rest machte sich auf den Weg Richtung RdE per Boot und kamen auch alle heile an. So mancher wird noch lange von den „Riesenwellen“ zu erzählen haben.

Die Fahrt selbst ist ca. 35 km lang, sehr schön und empfehlenswert, super von den Kollegen vom RdE organisiert und gut zu bewältigen.