Eine Paddeltour entlang der Schleswig-Holsteinischen Ostseeküste

Start für diese Seekajakwoche konnte nur die nördlichste Stadt Deutschlands sein, die Fördestadt Flensburg.

Der Erste Flensburger Kanu Klub, kurz EFKK, ist idyllisch an der Förde gelegen und damit perfekt für den Beginn unserer Tour.

Martina aus Lübeck, Carsten aus Spremberg und Ines aus Ratzeburg machten sich an einen sonnigen Tag auf den Weg über die Flensburger Förde zwischen Dänemark und Deutschland.

Der Westwind sollte uns die Woche über treu bleiben. Wir halten uns meistens direkt am Strand und fahren die Buchten aus, so gehen wir bei ablandigen Wind den Seitenwellen aus dem Weg.

Die Nächte wild am Strand zu übernachten waren sicherlich die schönsten, aber an machen Ecken ziehen sich die Campingplätze wie an einer Perlenkette aneinander und da bleibt uns nichts anderes übrig als unsere Seekajaks zur zugewiesenen Zeltwiese zu rollern.

Die Zeit auf der Lotzeninsel Schleimünde werden wir wohl nicht so schnell vergessen. Während die Touristen, die mit den Ausflugsschiffen ankommen, nach einer halben Stunde und einem Fischbrötchen oder Kaffee, wieder eilig das kleine Island verlassen müssen, lassen wir uns den kräftigen Wind um die Nase wehen. Die Zeltstangen werden in dieser Nacht auf´s Härteste getestet. Abends sitzen wir in der Giftbude, lassen es uns bei rustikalem Essen gut gehen und hören den Wind zu, wie er um die Hausecken pfeift. Es wird eine unruhige Nacht.

Olpenitz, Damp oder auch die Lübecker Bucht versprühen nicht gerade eine Naturidylle, aber auch das gehört zur der Ostseeküste von Schleswig-Holstein.

Ordentlichen Wind bekommen wir, zum Glück von achtern, ab als wir die Eckernförder Bucht hinaus paddeln. Später queren wir noch die Kieler Bucht von Schilksee nach Laboe. Genau in diesem Moment kommt die Color Line vorbei, die auf dem Weg von Kiel noch Oslo ist. Insgesamt war dies ein wirklich anspruchsvoller Tag auf dem Wasser. Seekajakfahren pur! Das wollten wir doch so! Die Hohwachter Bucht und die Insel Fehmarn lassen wir wegen dem Sperrgebiet der Bundeswehr und den immer noch kräftigen Wind aus. In Großenbrode setzten wir bei „Ententeich“ ein. In zwei Tagen paddeln wir entlang der Lübecker Bucht bis nach Travemünde. Die letzte Etappe über die Trave, bis zur Hansestadt Lübeck, ist dann noch einmal zum genießen.