Die Schaalseetour mit den Kindern (fast ohne Eltern) 2016

Auf die Schaalseetour mit den Kindern habe ich mich besonders gefreut, und das Interesse schien auch groß zu sein. Teilgenommen haben dann letztendlich 4 Jungs (Niels und Max, Julian, Lars) und Josephine. Begleitet haben die Tour Eberhard, Thomas und ich und das reichte auch. Um es vorweg zu sagen, es war großartig, wie sich die Kinder benommen haben, da wächst eine neue Paddlergeneration heran, die hoffentlich dabei bleibt.

Aber von Anfang an. Nachdem die Anmeldungen eingetrudelt waren, habe ich das Schaalseekamp gemietet und für uns 3 Stellplätze dort reserviert. Mit den Eltern haben wir Vereinbarungen getroffen, wer wann das Catering bzw. den Gepäcktransport übernimmt, das hat absolut vorzüglich geklappt und war super-lecker, danke an alle!

Nachdem die Bootfrage geklärt, und alles an Ausrüstung verstaut war, ging es los über den Küchensee zur Farchauer Mühle, wo wir alle Boote auf eigene, geborgte und vereinseigene Bootswagen verstauen mussten. Das meiste Gepäck fuhr parallel mit dem Shuttle direkt zum Schaalseekamp und wartete dann dort auf uns. Die Schieberei der Boote auf dem 900 m langen Weg war schon recht anstrengend, denn es geht fast immer bergauf, bis wir dann an der Farchauer Einsatzstelle ankamen. Die Boote wurden wieder ins Wasser gelassen, nachdem die erste Ernährungseinheit (die Jungs hatten Hunger…) eingenommen wurde. Über den Schaalseekanal, den Salemer See und den Pipersee fuhren wir zum Camp Krebs. Zwischendurch erfolgte eine kleine Badeeinheit am Salemer Campingplatz. Die Kinder waren sowieso schon nass, da sie vorher bereits Wasserschlacht mit dem Paddel gemacht hatten. Leider erwies sich als kleiner Nachteil, dass die Wechselkleidung trocken und warm in der Reisetasche war, die leider, leider schon am Schaalseekamp war. Also wurden die Kinder kurzerhand mit T-Shirts von Eberhard und mir versorgt, bzw. was man sonst noch so fand. Ging doch! Und dann machte endlich auch der Imbiss wieder auf, so dass eine gemeinschaftliche Runde Pommes Rot/Weiß mit schwarzer Brause eingenommen werden konnte.

Zum Schaalseekamp war es dann auch nicht mehr weit und nachdem wir die Boote an Land gebracht hatten und der Zeltplatz in Augenschein genommen wurde, waren alle Kinder wieder trocken.

Das Zeltaufbauen erwies sich als erstaunlich problemlos, die Kavaliere halfen Josi bei ihrem Zelt, und ein Tarp war auch aufgespannt. Das war eine richtig gute Idee, denn am Abend regnete es leider. Wir saßen aber trocken unter dem Tarp. Um 18 Uhr nahte das Cateringfahrzeug mit Salaten usw. Einen Teil des Grillgutes und der Grill waren auch vorhanden, so hat Thomas dann für alle gegrillt, was lecker schmeckte in der Runde.

Gegen 21:30 Uhr haben wir dann noch relativ spontan, denn eigentlich wollten wir eine Nachtwanderung mit den Kids machen, eine Paddeltour auf den Schaalsee („Schleichfahrt“) gemacht, Voraussetzung war, dass absolutes Schweigen und möglichst leises Paddeln angesagt war. Toll, wie das geklappt hat, eine Stille und Ruhe in der schnell aufziehenden Abenddämmerung, die Kinder und auch wir Erwachsenen waren tief beeindruckt. Eberhardt erzählte, dass es am Schaalsee Fischotter gibt, und prompt haben Thomas und ich einen gesehen. Leider die anderen nicht. Als es dann richtig dunkel war, sind wir wieder zum Camp zurückgefahren und dann auch bald in den Zelten verschwunden. Es gibt eine Variante von Bäumchen-Wechsel-Dich auch unter Paddlern, nicht jedes Kind war in dem Zelt, wo es eigentlich hätte sein sollen.

Am Morgen, leider nieselte es mal wieder, kam dann erneut der sehnsüchtig erwartete Cateringservice mit frischen Brötchen und es wurde ausgiebig gespeist, bevor dann wieder der Aufbruch nahte. Zelte abbauen war nicht so ideal, die Zelte sahen durch die Nässe und den Untergrund aus, als seien sie paniert, ok, kann man trocknen und abstauben…

Die Rücktour war unproblematisch, die Kinder hätten, so glaube ich, noch gerne eine Badepause eingelegt, aber das Gewitter zog auf und wir drängten zur Eile. Tatsächlich brach 5 Minuten, nachdem wir beim RKC waren ein Gewitter los mit Starkregen, gutes Timing!

Fazit: Tolle Tour, gerne wieder, auch mit mehr Kindern, danke schön an alle, die fleißig mitgeholfen haben, besonders den Familien, die sich liebevoll um unser leibliches Wohl gekümmert haben.