100 Jahre DKV, ein Grund zum Feiern

Als ich im vergangenen Jahr das erste Mal sah, dass es eine Jubiläumswoche in Hamburg geben wird, stand der Entschluss fest, ja- da will ich mit dabei sein. Das Programm wurde vom Hamburger Landesverband zusammengestellt und fast alle Hamburger Vereine machten mit, der Alster-Kanu-Club, die Niederdeutschen Wasserwanderer, der Harburger Kanu Club, die Kollegen vom Eimsbütteler Turnverein (ETV-HH Abt. Kanu), der Ring der Einzelpaddler, der Hamburger Kanu-Club., usw. So entstand ein wunderbares Programm, wo für jeden Paddler das passende dabei war. Von der Stadtparkrunde bis zur 2-tägigen Fahrt zur Elbinsel nach Lühesand waren Touren buchbar. Bezahlt wurde jeweils mit Bons, die man sich im hervorragend organisierten Büro vor Ort holen konnte. Die Anmeldegebühr von 30 Euro fand ich erst sehr üppig, aber es gab auch einen wasserdichten Sack als „Geschenk“ und sämtliche Touren wurden mit einem Shuttle bedient, so dass kaum einer fahren musste.
Abends wurden die Boote auf die Trailer geladen und morgens fuhr man dann mit dem VW-Bus zu den verschiedenen Kanuvereinen an denen die jeweilige Tour begann. Dort wurde man vor Beginn der Tour noch mit Kaffee bedient. Nach der Paddeltour gab es zudem ein schönes Kuchenbuffet und Grillwurst. Das hat alles wunderbar geklappt, eine absolut geniale logistische Meisterleistung, ich habe mein Auto nur zur An- und dann wieder zur Abreise benutzt.
Am Karfreitag reisten die Teilnehmer an, Regen, Regen, Regen, und dann Matsch ohne Ende. Mit teilweise 8 Mann/ oder auch Frau… mussten die Wohnwagen zu den Stellplätzen geschoben werden, weil der Platz nicht mehr befahrbar war. Es wurde dann mit dem Wetter etwas besser, so dass in den kommenden Tagen zwar keine Hitzewelle, aber doch einigermaßen trockenes Wetter herrschte. Als Paddler ist man ja auch nicht wirklich verwöhnt. Ines und ich sind dann auch bis zum letzten Tag, dem Sonntag geblieben, Karin kam an den Wochenenden hinzu und Reinald nahm an der Lühesandtour teil
Abends war meist eine kleine Veranstaltung im Festzelt (schön beheizt, es war doch recht frisch in der Nacht) z.B. wurden  Filme gezeigt  u.a. über die Fahrt auf der Alster  und ein historischer Film über die Olympischen Spiele 1936 in Berlin, wo die Paddler das erste Mal mitmachen durften und andere Beiträge, die ich leider nicht gesehen habe. Man saß zusammen, spielte Rummy Cub, fachsimpelte über dies und das und lernte wieder viele nette Paddler kennen.

Ines und ich (teilweise auch Karin) fuhren folgende Touren :
Die Inseltour, rund um die Billerhuder Insel, mit ca. 90 Booten
Die Elbsände-Tour, rund um Hanskalbsand und Neßsand. Es war eine schöne Tour mit Seehunden, Robinson Crusoe-Feeling, und zwei grandiosen Elbquerungen.
Die Hafentour, durch die verschiedenen Hafenabschnitte,  u.a. auch durch das Barkassengetümmel, an den Riesencontainerschiffen vorbei, dem Peutte- und Holzhafen zurück zu den Niederdeutschen Wasserwanderern. Tolle Tour, wo ich meine Angst vor Wellen endgültig verloren habe ( zumindest im Zweier).
Die Fahrt über die Dove/Gose-Elbe zur Gedenkstätte Neuengamme, leider ohne Museumsbesichtigung.
Die Stadtparkrunde, mit den Alsterkanälen.
Die Fahrt nach Bergedorf, über Dove-Elbe mit Stadt – und Schlossbesichtigung.
Die Elbe-Este-Fahrt, veranstaltet von den Kollegen vom Ring der Einzelpaddler, über die Elbe in die Este nach Buxtehude und zurück im Gezeitenstrom. Toll wie alles blühte! Es war wieder eine wunderschöne Fahrt durch das Alte Land, meine persönliche Lieblingsfahrt.
Die Sternfahrt von allen Hamburger Bootshäusern ( ca. 500 Teilnehmer) auf die Binnenalster, als Demo für das Kanufahren. Großer Bahnhof und Bericht im NDR!
Als Rahmenprogramm gab es noch weitere touristische Angebote von Stadtrundfahrt bis Hafenrundfahrt, Besichtigung der Miniatur-Wunderland-Anlage und Shopping Touren (besonders Globetrotter hat guten Umsatz gemacht….:-)
Am letzten Abend war dann noch eine nette Party, wo das Tanzbein geschwungen werden konnte und es ein leckeres Buffet gab.
Alle Teilnehmer waren sich einig, das war toll, die Veranstalter haben eine sehr sehr gute Leistung erbracht und spendeten den Damen und Herren vom Organisationskomitee minutenlangen Applaus und Standing  Ovations.
Und warum? ZU RECHT!!!!